Familienrecht

Stichwort: Elternunterhalt

Elternunterhalt liegt vor, wenn erwachsene Kinder für ihre Eltern Unterhalt bezahlen müssen.

Es ist bekannt, dass unsere Gesellschaft immer wie älter wird. Es ist ebenso bekannt, dass im Alter die Kosten für Pflege immer wie mehr steigen und auch noch immer wie weiter steigen werden. Auch ohne die sog. Altersarmut reicht in vielen Fällen das eigene Renteneinkommen nicht mehr aus um alle Kosten zu bezahlen, geschweige denn um angemessen versorgt zu werden. Zwangsläufig tritt dann das Sozialamt ein. Aber die Sozialkassen sind leer und so kommen dann die Sozialämter auf die Kinder zu und fordern von den Kindern Unterhalt für ihre Eltern - den sog. Elternunterhalt.

Ob die Eltern das wollen oder nicht ist völlig egal - der evtl. bestehende Unterhaltsanspruch der Eltern gegenüber ihren Kindern geht per Gesetz auf den Sozialhilfeträger (das ehem. Sozialamt) über und dieses wendet sich dann an die Kinder.

Folglich haben dann die Kinder, die ihr Leben und somit auch ihre wirtschaftliche Situation ja für sich entsprechend eingerichtet haben, dann ein ganz großes Problem. Wenn die Kinder Pech haben, dann müssen sie noch viele Jahre an das Sozialamt für ihre Eltern Unterhalt bezahlen. Dies können leicht ein paar Hundert Euro jeden Monat sein, ggf. auch über viele Jahre hinweg.
Hinzu kommt häufig auch noch das Problem der sog. indirekten Haftung des Schwiegerkindes, also dass letztendlich das Schwiegerkind den Unterhalt für die Schwiegereltern bezahlen muss. Auch in diesem Punkt ist sehr viel taktische Erfahrung gefragt.

Um insgesamt der Zahlungspflicht entgegen zu steuern und um zu versuchen diese zu verhindern kann nicht früh genug damit angefangen werden. Wenn möglich, sollte wenigstens ein paar Jahre bevor die Eltern pflegebedürftig werden eine erste Prüfung erfolgen. Nur dann können rechtzeitig entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Wenn möglich sollte in solchen Fällen mit dem Gang zum Fachanwalt für Familienrecht (sofern er auch in dem besonderen Bereich des Elternunterhaltes Erfahrung hat) nicht gewartet werden, bis das Sozialamt das "Kind" angeschrieben hat. Sobald abzusehen ist, dass ein Elternteil die Kosten für den Heimplatz nicht wird alleine aufbringen können, so sollte sofort die Vorbereitung auf die mit Sicherheit kommende Auskunfts- und ggf. Zahlungsverpflichtung begonnen werden.
Es kann durchaus funktionieren, dass trotz eines oberen, fünfstelligen Jahreseinkommens schlussendlich keine oder nur eine minimale Zahlung auf Elternunterhalt tatsächlich erfolgen muss.

Umso früher Sie zu mir kommen umso mehr kann ich regelmäßig für meine Mandanten erreichen.

Dies geht jedoch nur, wenn man eine sehr sorgfältige Kenntnis und die entsprechende Erfahrung von den vielen Besonderheiten im Bereich des Elternunterhaltes hat.
Diese biete ich meinen Mandanten.

 


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